Wochenendseminar Dr. Ute Blaschke Berthold
Spiel Spass Motivation
Sa./So., 10./11. Juli 2010
9.30 - 17.30 Uhr /So. 9.30 - 17 Uhr
Teilnahme:
mit Hund 190,- € / TN ohne Hund 170,- €
Spiel, Spaß und Motivation
Das wünscht sich jeder Mensch von und mit seinem Hund. Eigentlich sollte das nicht so schwer zu erreichen sein, denn Spiel ist fester Bestandteil im Verhalten vieler Säugetierarten, so auch bei Mensch und Hund. Dennoch gibt es um Spiel herum immer wieder Missverständnisse zwischen den Partnern.
Spiel folgt eigenen Regeln, ist abhängig von einer funktionierenden Kommunikation.
Spiel ist nicht nur Verhalten, Spiel ist ein mentaler Zustand, den viele Hunde nicht mehr erreichen, weil sie verunsichert, ängstlich oder übermäßig gestresst sind.
Schafft man es, diese Hunde zum Spielen zu bewegen, bauen sie Ängste, Verspannungen und die Auswirkungen von Stress wieder ab und haben die Chance, mental stabiler zu werden. Andere Hunde wieder haben Probleme mit ihrem Erregungsniveau. Spiel ist bei ihnen leicht auslösbar, aber sie zeigen schnell unerwünschtes Verhalten wie Kläffen, Bedrängen, Schnappen und Beißen.
Beiden Typen, sowohl dem zaghaften als auch dem überdrehten Spieler kann geholfen werden.
Von Veränderungen in der Körpersprache des Menschen, über passendes Spielzeug, Bewegungsgeschwindigkeit bis hin zu einer individuellen Mischung verschiedener Spielformen – in der Werkzeugkiste findet sich immer etwas passendes für jeden Hund.
Im Spiel und für das Spielen gibt es viel zu lernen und zu praktizieren:
- Passende Spielmöglichkeiten entdecken
- Körpersprache
- zum Spiel motivieren
- Spielzeug aktivierend einsetzen
- Kontrolle des Spielvorgangs ohne sozialen Druck
- Stimuluskontrolle
- nicht das Spielzeug löst das Spiel aus, sondern die Einladung des Menschen
- Spielsignale
- Aufbau einer eindeutigen Kommunikation
- Impulskontrolle an Spielzeug
- verbale und taktile Stopp-Signale aufbauen
- Zerrspiele richtig aufbauen und durchführen
- Spielen ohne Frust durch "Verlieren"
- Spiele als Nachahmung von Jagdsequenzen
- Stimmungswechsel aufbauen
- anspruchsvolle Form der Impulskontrolle
- Transfer der emotionalen Grundlage des Spiels auf andere Verhaltensreaktionen
- Spiel als Belohnung
- Stress im Spiel erkennen und abbauen
Dr.rer.nat. Ute Blaschke-Berthold, Dipl. Biologin ist Trainerin und Verhaltenstherapeutin.
“gut informierte und sinnvoll trainierte Hundebesitzer sind die beste Vorbeugung gegen unangepaßtes Verhalten bei Hunden.”
Nach ihrer Promotion widmete sie sich voll und ganz der angewandten Verhaltensforschung und ihren Favoriten, den Haushunden und gründete in Kassel eine Kyno-Praxis für Verhaltenstherapie und die Hundeschule “cumcane”. Seit 14 Jahren spezialisiert auf die angewandte Verhaltensbiologie der Hund-Mensch-Beziehung. Fachautorin für mehrere Hundezeitschriften.