Abendvortrag von Dr. med. vet. Renate Jones-Baade MSc CABC

 
Wer hat Angst vorm bösen Hund?

Aggressives Verhalten bei Hunden
Umgang mit aggressiven Hunden und Wege zur Rehabilitation.


Freitag, 27.2.2009 ab 19 Uhr
Teilnahme 15,- € incl. MwSt.
 
Aggressives Verhalten
Aggressives Verhalten wird dem Bereich „agonistisches“ Verhalten zugeordnet und umfasst Flucht, Erstarren, Drohverhalten und Angriff. Die Fähigkeit zu aggressivem Verhalten – Drohverhalten und Angriff – ist angeboren und lebensnotwendig.

Unerwünschtes aggressives Verhalten bei Hunden wird im allgemeinen von einer Reihe verschiedener Faktoren ausgelöst Dazu gehören Angst, Unsicherheit, der Erwerb oder die Verteidigung von für den Hund wichtigen Dingen, z.B. von Gegenständen, Futter oder einem Ruheplatz, aber auch Frustration oder organische Ursachen wie z.B. Hormone oder Schmerzen.

Behandlung
Die Behandlung muss entsprechend umfassend sein und an die jeweilige Situation von Halter und Hund angepasst werden. Sie umfasst grundsätzlich drei Bereiche:

1.
Management:  Konflikte und damit gefährliche Situationen müssen vermieden werden. Geeignete Maßnahmen und Hilfsmittel, die dafür sorgen, dass kein weiterer Schaden entstehen kann, werden individuell für Hund und Halter ausgewählt.

2. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen dienen dazu, beim Hund eine Wandlung der Gefühle gegenüber der Umwelt wie auch gegenüber seiner Bezugspersonen zu bewirken. Ein Hund, der entspannt ist und sich gut fühlt, hat wenig Grund für aggressives Verhalten. Daher ist das ein guter und vor allem für alle Beteiligten sicherer Weg, aggressives Verhalten zu ändern.

3. Trainieren von neuem, gewünschtem Verhalten. Die meisten Hunde, die unerwünschtes Verhalten zeigen, gehorchen ihrem Halter nicht zuverlässig, vor allem nicht, sobald sie sich in einer bestimmten Erregung befinden und ganz besonders nicht bei aggressivem Verhalten. Daher müssen erwünschte Verhaltensweisen wieder, in vielen Fällen sogar ganz neu trainiert werden. Nur dann können sie bei Bedarf abgerufen werden und nur dann kann der Halter seinen Hund zuverlässig kontrollieren.


Im Vortrag werden Ursachen, Beurteilung und Behandlungsmöglichkeiten von aggressivem Verhalten bei Hunden behandelt.



Die Referentin:
Dr. med. vet. Renate Jones-Baade hat viele Jahre eine Kleintierpraxis in München geführt und ein mehrjähriges Zusatzstudium in England (MSc in „Companion Animal Behavior Counselling) absolviert. Seit 2000 befasst sie sich ausschließlich mit Tierverhaltenstherapie. Sie führt die Zusatzbezeichnung „Verhaltenstherapie“ der Bayerischen Tierärztekammer und ist Vollmitglied der APBC (Association of Pet Behaviour Counsellors) in England.
Frau Jones-Baade ist Autorin von „Welpenschule – leicht gemacht“, „Aggressionsverhalten bei Hunden“, „Aggressiver Hund – was tun“ und Mitautorin von „Der Hundeführerschein“, „Was Katzen wirklich brauchen“ sowie von wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Sie führt Einzeltherapien für Tierhalter durch und hält Vorträge im In- und Ausland für Tierärzte, TierarzthelferInnen, Hundetrainer und Hundebesitzer.



 

 

Veröffentlichungen von Dr. Jones Baade:

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