März 2010


Abendvortrag mit Mirjam Cordt

Wieder sozial …
Verbesserung der sozialen Fähigkeiten Ihres Hundes bis hin zur Integration in eine bestehende Hundegruppe

Samstag,
27.3.2010 ab 19 Uhr
Teilnahme 15,- €

In erster Linie geht es in diesem Vortrag um Hunde, die unbekannten Artgenossen gegenüber wenig aufgeschlossen sind. Sei es, dass sie den Kontakt aus offensichtlicher Unsicherheit meiden, oder aber in einem Kontakt aggressiv reagieren.

Für ein so hoch soziales Lebewesen wie den Hund ist der Kontakt zu Artgenossen für seine Lebensqualität wichtig. Des Weiteren erleichtert es den Alltag mit ihm, wenn er und Sie gelernt haben, Kontakte mit anderen Hunden zu händeln.

In diesem Vortrag werden Grundlagen und Trainingsmethoden beschrieben, wie die sozialen Fähigkeiten eines Hunde (wieder) zum Leben erweckt werden können.

In zweiter Linie geht es um die Integration eines erwachsenen Hundes in eine bestehende Hundegruppe, selbst wenn der zu integrierende Hund oder einer der Gruppenmitglieder unbekannten Artgenossen gegenüber eher feindlich gesonnen ist.
Dieser Vortrag richtet sich somit nicht nur an (zukünftige) Mehrhundehalter – auch Besitzer nur eines, jedoch sozial nicht sicheren Hundes profitieren von diesem Vortrag.



Grundlagen

- „unsoziale“ Hunde

- der Hund im Sozialverband

- der Mensch im Sozialverband

- Stress und die Auswirkungen auf das Sozialverhalten

„Partnervermittlung“

- Fragenkatalog zur Entscheidung Integration oder „Gelegenheitsfreund“

- Profilerstellung des neuen Partners

Wissenstransfer - Praxisbezug

- Aufnahme des zu integrierenden Hundes vor der eigentlichen Zusammenführung

- Bildung positiver Assoziationen

- Aufbau von Alternativverhalten

- Sicherheit geht vor

- Kontrollieren und Beaufsichtigen der Zusammenführung

- „Eskalationsprophylaxe“
- weitere unterstützende Maßnahmen


Die Referentin Mirjam Cordt ist ausgebildete Hundetrainerin, lizenzierte TT.E.A.M. - Lehrerin, Buchautorin...  und betreibt eine Hundeschule + Hundepension und ist im Vorstand des Tierschutzvereines "Tier und Mensch - Hilfe für Herdenschutzhunde e.V".. Sie hat sich auf die Arbeit mit Herdenschutzhunden und verhaltensauffälligen Hunden spezialisiert. Ihr Anliegen ist ein respektvoller Umgang mit dem Hund und eine Korrektur unerwünschter Verhaltensweisen, die nicht auf Schmerzen und psychischer Demontage basiert. Sie lebt mit einer Hundegruppe von ca. 12 Hunden verschiedenster Rassen, jedoch hauptsächlich HSH zusammen.




April 2010


Themenabend mit Günther Bloch  und Dr. Udo Ganslosser

Hundepolitischer Abend


Mittwoch, 14. April 2010 ab 18 Uhr - TN: 20,- €

 1. Dr. Ganslosser zum Sinn und Unsinn von Verhaltenstests
 
- Was sind Persönlichkeitstests in der  Vergleichenden Psychologie??

- welche statistischen Voraussetzungen müssen  erfüllt sein??

- wie aussagekräftig sind solche Tests für die Zukunft??

- was ist  überhaupt Persönlichkeit/"Wesen" bei Hunden??


2. Günther Bloch "ohne Maulkorb" zur derzeitigen Hundepolitik in Deutschland:

- zu Rasselisten und Maulkorbzwang

- zum Leinenzwang für Hunde

- über den Sachverstand von Politikern

- zu den Auswirkungen der Hundegesetze auf das Sozialverhalten der Hunde

- zu den Auswirkungen zu kleiner Auslaufflächen auf hundliche Aggression

- zu den Auswirkungen der Hundegesetze auf die Hundehaltung generell

Referenten:
Günter Bloch
, Wolfsforscher, Hundeexperte und erfolgreicher Buchautor, auch bekannt u.a. durch seine Forschungsarbeit frei lebenden Wölfen in Kanada und an wild lebenden Haushunden in der Toscana, sowie aus der WDR-Sendung: «Tiere suchen ein Zuhause»

und

Dr. Udo  Gansloßer,
Priv.Doz. für  Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ.  Greifswald,
sind bekannt für ihre kompetenten und unterhaltsamen Vorträge



April 2010


Themenabend mit  Thomas Baumann und Dr. Udo Ganslosser


Aggression aus  verhaltentherapeutischer und biologischer Sicht


Mittwoch, 28. April 2010  ab 18.00 Uhr

Teilnahme: 25,- €

 
 
Thomas Baumann  :
Thomas Baumann erklärt anhand von Fällen aus seiner Praxis wie  abhängig der therapeutische Erfolg im Umgang mit Konfliktverhalten von der  Einbeziehung drei elementarer Bestandteile ist:

-  Anamnese/Ursachenanalyse (Erforschung der Ursache des Konfliktverhaltens)   
  Ein häufiges Resultat im Umgang mit Problemverhalten ist  die Beseitigung der Symptome, die Ursache bleibt unerforscht ˆ eine denkbar  schlechte Prognose für eine Verhaltensstabilisierung; das zeigt wie wichtig  die Ursachenanalyse ist.
 
- Verhaltensanalyse (Beurteilung des  annähernd charakterlichen Profils)
    
- Therapie  (Behandlungsmaßnahmen bei Mensch und Tier im  physikalischen und  psychologischen Sinne)


Der Verhaltensexperte Thomas Baumann  (mehrere Jahre internationale Polizeihundearbeit als deutscher  Polizeivertreter bei Interpol) ist Autor mehrerer Fachbücher und Publikationen  in Fachzeitschriften.



Dr. Udo Ganslosser:

- was  ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne?

- welcher Einfluss hat  Testosteron/Östrogen auf die Wettbewerbsaggression?

- Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für  Zoologie  am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald, ist bekannt  für seine  äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf  spannende und verständliche Weise über Aggression aus verhaltensbiologischer  Sicht referieren.  
 







Mai 2010


Themenabend mit Elli H. Radinger und Günther Bloch

Wölfisch für Hundehalter
von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern


Mittwoch, 26. Mai 2010, TN 25,- €


Der Hund, das unbekannte Wesen?
Schon lange nicht mehr, davon sind Hundehalter überzeugt. Von Vorfahre Wolf hat man schließlich gelernt, wie sich Hunde verhalten. Als Alpha hat man immer das Sagen und die Kontrolle über sein Rudel, Fremde werden im Revier nicht geduldet und Ressourcen gehören immer dem Stärkeren.
Dass es nicht so einfach ist, zeigen die Wolfsexperten Günther Bloch und Elli H. Radinger anhand zahlreicher Beispiele, basierend auf neuesten Wolfsforschungen, die maßgeblichen Einfluss auf das Verhältnis Mensch-Hund haben werden.

Günther Bloch und Elli Radinger arbeiten beide seit vielen Jahren mit wilden Wölfen, Bloch in Kanada und Radinger in Yellowstone.

An diesem Themenabend wollen die beiden Autoren

- über populäre Wolfsirrtümer aufklären
 
- Hundebesitzer darüber informieren, wie sie die neuesten Erkenntnisse über das Verhalten wilder Wölfe für die Erziehung ihrer Vierbeiner nutzen können.

- mit Irrtümern in der Hundeerziehung  aufräumen


Günther Bloch und Elli H. Radinger geben anhand spannender Filmausschnitte aus der Forschung an Wölfen in freier Wildbahn Auskunft, was wirklich "Sache" ist!
 
Referenten:


Elli H. Radinger, Wolfsexpertin,  Buchautorin,  Mitbegründerin und 10 Jahre lang Vorsitzende der “Gesellschaft zum Schutz der Wölfe”, Chefredakteurin des Wolf Magazins, Freie Fachjournalistin und Autorin mit Schwerpunkt Wölfe, Wildnis, Natur


Fotos: © Ulla Bergob

Günter Bloch, Wolfsforscher, Hundeexperte und erfolgreicher Buchautor, auch bekannt u.a. durch seine Forschungsarbeit frei lebenden Wölfen in Kanada und an wild lebenden Haushunden in der Toscana, sowie aus der WDR-Sendung: «Tiere suchen ein Zuhause» - ist bekannt für seine kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.




Juli 2010



Abendvortrag mit Dr. Ute Blaschke Berthold

Strassenhunde

Freitag, 2. Juli 2010 ab 19 Uhr
TN 15,- €

Hunde aus zweiter Hand bringen neben ihren Hypotheken der Vergangenheit auch noch
Überraschungen mit. Dies trifft besonders auf Hunde zu, die als sog. Strassenhunde ein Leben
geführt haben, dass so ganz anders ist als das neue, ihnen zugedachte Leben.

Hunde passen sich mit ihrem Verhalten immer an die jeweilige Umwelt an, und so ist es schlicht
unmöglich, aus dem Verhalten des Hundes in Auffangstationen oder Pflegestellen zuverlässige
Schlüsse auf sein Verhalten in einem neuen Umfeld zu ziehen.
Dies und die immer unvollständig
bekannte, subjektiv geschilderte, geschönte oder übertriebene Vorgeschichte macht aus
Strassenhunden einen Sonderfall.

CumCane hat ein Programm entwickelt, das nach der Vermittlung aus dem Tierschutz ansetzt und
das die weitere Entwicklung problematischen Verhaltens verhindert. Keiner der Hunde, die in den
vergangenen 6 Jahren nach diesem Programm in die neue Familie integriert worden sind, wurde
wieder abgegeben!

Das Integrationsprogramm erfordert von den neuen Bezugspersonen, dass sie ihren Hund als
"weisses Blatt" betrachten, welches im neuen Umfeld neu beschrieben wird.
Sie müssen sich von dem lösen, was sie über den Hund erfahren haben und was sie sich von ihm erhoffen.
Reine Beobachtung muss diese Hemmschuhe einer gelungenen Integration ablösen.
Es gilt, typische Fehlerquellen wie Überforderung und unbedachte Handlungen (Futter wegnehmen, spontan
anfassen, unter dem Tisch hervorziehen, ...) durch einen mehrstufigen Plan zu ersetzen -
auch wenn der Hund in den ersten Tagen noch so "lieb" erscheint.

Management zur Verhinderung von Problemverhalten plus die Konzentration auf jedes
erwünschte Verhalten helfen dem Hund, im neuen Umfeld immer mehr gutes Verhalten zu zeigen -
sogar wenn er vorher als "Problemhund" eingestuft worden ist.



Referentin:
Dr.rer.nat. Ute Blaschke-Berthold, Dipl. Biologin ist Trainerin und Verhaltenstherapeutin, Autorin vieler Fachartikel.
“gut informierte und sinnvoll trainierte Hundebesitzer sind die beste Vorbeugung gegen unangepaßtes Verhalten bei Hunden.”
Nach ihrer Promotion widmete sie sich voll und ganz der angewandten Verhaltensforschung und ihren Favoriten, den Haushunden und gründete in Kassel eine Kyno-Praxis für Verhaltenstherapie und die Hundeschule “cumcane”. Ständige Weiterbildungen - besonders in den USA, Großbritannien, Niederlande und Belgien - sorgen für frische Perspektiven.


September 2010


Abendvortrag mit Thomas Baumann

Zwang in Erziehung und Ausbildung

Umgang mit tiergerechtem Zwang in der Verhaltenskonditionierung bzw. - modifizierung
 

Di. 21.9.2010 ab 19 Uhr
TN 15,- €
 
Das Thema Zwang in der Hundeerziehung ist stets brisant und häufig von Emotionalität, Moralvortellungen und ethischen bis philosophischen Merkmalen geprägt.
Dabei kommen Sachlichkeit und relevanter Alltagsbezug meist zu kurz. Zwänge sind wesentliche Elemente erzieherischer Grundlagen - sowohl bei Kindern als auch bei Hunden. Auch die scheinbar modernste Denkweise kommt an diesem Umstand nicht vorbei. Hingegen gilt Erziehung ohne Zwänge als Garant für Halt- und Orientierungslosigkeit.
Doch wieviel Zwang darf/muss sein?
Welche Zwänge gelten als tiergerecht?
An welcher Stelle münden Zwänge in Gewalt oder Brutalität?

VERHALTENSSTEUERUNG
 Gegenüberstellung von:
-   Motivation
-    Ablenkung
-    Ignoranz/Duldung
-    Zwang
    a. Definition
    b. Grundregeln
    c. Timing/Dosis
 
 
 
 MINIMAL- bis STARKZWANG
-    Homöopathischer Zwang
 -   Stress und Zwang
 -   Erregung/Hemmung
 -   Zwang bei Unsicherheit
 -   Zwang bei Aggression
 -   Zwang und Emotionen
 
 
GEFAHRENQUELLEN
-   
Timing-, Dosisfehler
 -   Psychische Schäden
 -   Physische Schäden
 -   Vertrauensverlust
 -   Steigerung von Negativverhalten
 -   Zwangresistenz
 
 
 REFERENT:
 
Der Verhaltensexperte Thomas Baumann  (mehrere Jahre internationale Polizeihundearbeit als deutscher  Polizeivertreter bei Interpol) ist Autor mehrerer Fachbücher und Publikationen  in Fachzeitschriften.
 
 

Foto:© Ulla Bergob

 


Oktober 2010


Abendvortrag mit Mirjam Cordt

HSH - Hirtenhunde / Herdenschutzhunde

Samstag, 23.10.2010 ab 19 Uhr
Teilnahme 15,- €

Waren vor einigen Jahren die HSH noch wenig verbreitet, so stellen sie inzwischen keine Ausnahme mehr dar.

Doch das Wissen über diesen besonderen Hundetypus ist lang nicht so verbreitet wie mittlerweile die Hunde selbst. Allzu häufig werden die HSH fälschlicherweise mit den Hütehunden in einen Topf geworfen und die rassespezifischen Merkmale völlig außer acht gelassen. Oftmals werden auch die verschiedenen HSH nicht als solche erkannt und fallen erst durch ihr „merkwürdiges“ Verhalten auf.

Dieser Vortrag richtet sich an alle, die sich mit den HSH näher auseinandersetzen. Sei es Hundeschulen, Tierheime, Interessierte und HSH-Besitzer.
Die Referentin Mirjam Cordt ist ausgebildete Hundtrainerin nach animal learn und hat die Trainerausbildung bei Turid Rugaas absolviert. Desweiteren ist sie TTEAM Practitioner II, seit vielen Jahren im Tierschutz im Verein „ Tier und Mensch – Hilfe für Herdenschutzhunde e.V., kurz: HSH-Hilfe e.V.“ tätig und hat sich auf die Arbeit mit aggressiven Hunden und mit Herdenschutzhunden spezialisiert.



Grundwissen über Herdenschutzhunde

- Namensklärung

- Eigenschaften

- Informationen über die verschiedenen Rassen

Das Leben mit einem (oder mehreren) Herdenschutzhund(en)

-  Voraussetzungen für die Haltung

- Herdenschutzhunde als Familienhund/Wachhund?

Die Erziehung von Herdenschutzhunden

- Das Führen eines Herdenschutzhundes

- Was ist Lernen und Erziehung?

- Aufbau von Ritualen

- „Resistenz“ gegenüber Kommandos

- sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten für Herdenschutzhunde

- „Unerwünschte Verhaltensweisen

Die Referentin Mirjam Cordt ist ausgebildete Hundetrainerin, lizenzierte TT.E.A.M. - Lehrerin, Buchautorin...  und betreibt eine Hundeschule + Hundepension und ist im Vorstand des Tierschutzvereines "Tier und Mensch - Hilfe für Herdenschutzhunde e.V".. Sie hat sich auf die Arbeit mit Herdenschutzhunden und verhaltensauffälligen Hunden spezialisiert. Ihr Anliegen ist ein respektvoller Umgang mit dem Hund und eine Korrektur unerwünschter Verhaltensweisen, die nicht auf Schmerzen und psychischer Demontage basiert. Sie lebt mit einer Hundegruppe von ca. 12 Hunden verschiedenster Rassen, jedoch hauptsächlich HSH zusammen.



November 2010



Themenabend mit Dr. udo Ganslosser

Hormonelle Einflüsse auf das Verhalten von Hunden
Neue Erkenntnisse aus der biologischen Forschung

Samstag, 13 November 2010 ab 18 Uhr, TN 20,- €
  

Seminarinhalt:

- Hormone und Fortpflanzung

- Was geschieht schon vor der Geburt?

- Welche Rolle spielt der Hormonhaushalt der Mutter auf den Nachwuchs

-Welche Auswirkungen kann Geschlechtsverteilung in einem Wurf haben?

- kausaler Zusammenhang - Stress und Hormone- was bewirkt Stress beim Hund?

- Welche Auswirkung auf das Verhalten hat die Kastration beim Hund
- chemische Kastration

- Welche Rolle spielen hormonelle Einflüsse auf das Verhalten beim Hund?

- Hormonell bedingtes Fehlverhalten in Verbindung mit Erziehungsproblemen
- (Aggression, Ängstlichkeit, Dominanz und Rangordnung)


 


Foto: © Ulla Bergob

Dr. Udo  Gansloßer, Priv.Doz. für  Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ.  Greifswald, ist bekannt für  seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen  Vorträge. Er wird auf spannende  und verständliche Weise
die hormonellen Zusammenhänge bei Säugetieren  erklären .  

Veröffentlichungen von Dr. Ganslosser:
 

- - - - -
- - -